Jormason

renewal – meaning – movement

my most authentic self

August31

Als ich heute meine Twittertimeline um einem Ausweg bat, der Werbesendung für Sarrazins Buch bei Beckmann auf der ARD zu entkommen…

Würde jetzt gerne einen unfassbar guten TED talk hören! Jemand nen Tipp?August 30, 2010 21:28 via Twitter for iPhone

…erhörte mich Jens Best (an dieser Stelle empfehle ich übrigens seine wunderbare Arbeit zum Thema Google Streetview Protest Protest)

@Jormason Sir Ken Robinson ist ein Evergreen. Beide Talks von ihm. #TEDAugust 30, 2010 21:30 via web

Und ich kann mich nur von Herzen bedanken. Ich wählte die zweite Rede und war sofort von dem Charisma und der exzellent, angenehmen Rethorik von Sir Ken Robinson gefangen. Er knüpft mit dieser Rede an seine erste vor vier Jahren an, die den Titel “school kills creativity” trug. Robinson sieht im Grunde eine zweite weltweite Krise neben dem Klimawandel heranrollen, die aber nicht mit dem Außen zu tun hat, sondern mit dem Innen. Eine Krise des menschlichen Geistes also.

Ich möchte ein etwas längeres Zitat aus seine Rede herausnehmen, dass für mich sehr gut den Kern der Rede repräsentiert:

“I meet all kinds of people who don’t enjoy what they do. They simply go through their lives getting on with it. They get no great pleasure from what they do. They endure it, rather than enjoy it, and wait for the weekend. But I also meet people who love what they do and couldn’t imagine doing anything else. If you said to them, “Don’t do this anymore,” they’d wonder what you were talking about. Because it isn’t what they do, it’s who they are. They say, “But this is me, you know. It would be foolish for me to abandon this, because it speaks to my most authentic self.”

Was für eine wunderbare Beschreibung dessen was mich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres dahin gebracht hat meinen Job zu schmeißen. Ich wollte mich schnellstmöglich auf die Suche nach meinem authentischen Selbst machen. Ich wollte eine Arbeit ausüben in der ich aufgehe, meine Grenzen austeste und mich dabei ständig erweitere und meine Fähigkeiten voll zum Einsatz bringen kann!

Ob ich das jetzt tue, kann ich nicht sagen. Es fühlt sich schonmal gefühlte 140% besser an als vorher. Ich habe fast freie Arbeitszeiten, bin näher an meiner Familien dran, kann eigene Projektideen vorrantreiben, treffe fast jeden Mittag wunderbare und interessante Menschen. Aber ich kann nicht sagen ob ich schon angekommen bin. Warum nicht?

Diese Frage trieb mich zu diesem Blogpost, ich kann diese also hier nicht vollständig beantworten. Aber es gibt eine Passage in der Rede die mich nachdenklich machte:

“And I was up in San Francisco a while ago doing a book signing. There was this guy buying a book, he was in his 30s. And I said: “What do you do?”
- “I’m a fireman.”
And I said: “How long have you been a fireman?”
- “Always, I’ve always been a fireman.”
And I said, “Well, when did you decide?”
- “As a kid. Actually, it was a problem for me at school, because at school, everybody wanted to be a fireman. But I wanted to be a fireman. When I got to the senior year of school, my teachers didn’t take it seriously. This one teacher didn’t take it seriously. I was throwing my life away if that’s all I chose to do with it, that I should go to college, I should become a professional person, that I had great potential, and I was wasting my talent to do that. It was humiliating because he said it in front of the whole class, and I really felt dreadful. But it’s what I wanted, and as soon as I left school, I applied to the fire service and I was accepted. You know, I was thinking about that guy recently, just a few minutes ago when you were speaking, about this teacher, because six months ago, I saved his life. He was in a car wreck, and I pulled him out, gave him CPR, and I saved his wife’s life as well. I think he thinks better of me now.”

Mit welchem Recht nimmt sich da ein Lehrer raus über die Pläne eines kleinen Jungen derart destruktiv zu reden und dann auch noch vor der ganzen Klasse? Unfassbar! Natürlich berührt mich diese Geschichte deshalb, weil ich an einigen Stellen parallelen ziehen kann. Ich möchte das gar nicht zu sehr an der Außenwelt festmachen, letztlich ist der Junge ja auch Feuerwehrmann geworden und dieser fast makabere Wink der Fügung, dass er eben diesem Lehrer das Leben rettet, setzt ja quasi ein Ausrufezeichen hinter diese Entscheidung.

Es ist meiner Meinung nach vielmehr so, dass nicht alle Kindheitsträume so klar sind oder nicht alle Fähigkeiten so klar in eine Richtung gehen das man weiß wo man hinmuß, was einen glücklich macht. Bei einem Musiker ist es die Musik entweder gespielt, komponiert/ gemixxt/ produced oder gesungen. Ein Tänzer weiß das er zur Musik tanzen muss und ein Lehrer bringt Tänzern und Musikern bei wie man dahin kommt. Aber ich bin der geborene Berater für Personalmarketing 2.0 und Enterprise 2.0? Mmhhh…

Ihr wißt worauf ich hinaus will? In der Business Welt ist es wesentlich schwerer seine wirkliche Passion und Fähigkeit zu finden, denn alles ist ständig in Entwicklung. Ein Programmierer muss ständig schritt halten mit den neusten Frameworks, ein Verkäufer mit den neusten Kundenwünschen, ein Investment- Banker mit den Kursschwankungen. Unsere moderne Berufswelt, die Welt des dunkelgrauen Tweets und der Krawatten ist so komplex, dass wir uns an die Gegebenheiten anpassen müssen und nicht umgekehrt.

Kennt ihr Karrieren von Empfangsdamen die gute Verkäufer geworden sind? Habt ihr schonmal nen Programmierer ins Marketing wechseln sehen? Eher selten, denn man ist ja teil eines Systems, muss funktionieren. Ok das hört sich jetzt schwer marxistisch an, aber die Enterprise- Zwonuller unter euch und Social Media Evangelisten verstehen den Punkt, oder?

Ich wünsche mir, dass Firmen, Konzerne und Märkte um Menschen herum augebaut werden und nicht um Prozeße, Gesetzmäßigkeiten, Effizienz. Ich glaube das wenn eine der vielen Firmen in denen ich bisher gearbeitet habe ein echtes Talentmanagement und echte Mentoren gehabt hätte, dann wäre ich der Suche nach meinem authentischem Selbst schon ein ganzes Stück näher gekommen.

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Maria, wem schmeckt das?

August30

Was für ein erfrischendes Filmerlebnis. “Maria, ihm schmeckt’s nicht!” ist eine italienisch- deutsche Komödie mit Christian Ulmen und Mina Tander in den Hauptrollen und thematisiert die Probleme und Wehwechen des Beginns einer binationalen Ehe. Besonders schön ist natürlich das die Geschichte des gleichnamigen Buches des SZ Magazin Chefredakteus Jan Weiler, auf biografischen Gegebenheiten beruht. Natürlich habe ich mich auch gefreut die italienische Version von “Kompliment” der Sportfreunde Stiller hier einordnen zu können. É massimo!

In jeden Fall ist es schön Filme zu sehen die einem als Paar gleichsam gefallen, auch wenn mein Schatz zum Schluß eingeschlafen ist. Naja der Tag war lang, das passt schon! Es reicht aber, denn viele der wunderbar dargestellten Szenen die in Verstrickungen vielfach gewundener Knoten aus familiärer, traditioneller und selbstverfreilich kultureller Probleme herrühren, konnte wir eins zu eins nachvollziehen.

Wir führen seit zehn Jahren eine turbulent, innig, intensive Beziehung die noch ein wenig weiter reicht als bis zum Schuhzipfel Europas. Ja, Brasilien ist ein ganz anderes Pflaster als Italien. Ich meine das gar nicht wertend, denn das geht auch nicht. Werten geht nicht wenn man zwei Kulturen in einer Beziehung vereinen will. Insbesondere nicht wenn der eine mit scheinbar skalpiermesserscharfem Realismus und der andere aus einem schier unerschöpflichem Quell an Urvertrauen an die Welt herantritt. Da lernen beide doch recht schnell das ein Verbiegen genauso unnütz ist wie ständiges Draufrumhacken auf dem blinden Fleck des anderen. Sonst sind zehn gemeinsame Jahre utopisch, ehrlich.

Es ist der normale Wahnsinn zwischen Mann und Frau, letztlich einer Beziehung zweier Menschen und dem Drumherum an Familie was dazu kommt auf das es ankommt. Natürlich ist die Familie meiner Frau um ein vielfaches größer als die meine. Als ich aus investigatorischem Interesse der Ahnenforschung heraus mit meiner Schwiegermutter versuchte nur ihre Familenseite niederzuschreiben, kamen wir auf eine zweistellige Zahl an Geschwistern, die nachfolgende Generation aufzunehmen fiel bereits schwer.

Ich erinnere mich noch sehr genau an den Moment kurz nach der Hochzeit mit meiner Frau, als ich meinen Schwiegervater fragte ob er etwas dagegen habe, dass ich seine älteste Tochter nach Deutschland entführen würde. Wir saßen in der Heimatstadt meiner Frau in Candeal am Eck der kleinen Kirche, dort weht Abends immer ein besonders frischer Wind. Er schaute mich an und sagte: “Que deus quiser, tudo vai dar certo!” (So es dem Herrn gefällt wird alles gut gehen) Nicht das die Tatsache das wir an den Mauer einer Kirche saßen oder Religiösität meines Schwiegervaters diesen Moment so besonders machten, es war vielmehr der tiefenentspannte Blick aus seinen Augen der eine klar durchdringende Botschaft hatte.

Wenn ich mich ob des Film/ Buchtitels frage ob es mir schmeckt, dann kann ich nur sagen es geht für mich gar nicht mehr anders und schöner. Die Intensität ist mitunter heftig, aber ich schaue mittlerweile in die Augen unserer dreijährigen Tochter und ein weiß wir geben ihr ein wunderbares Geschenk mit. Die Fähigkeit sich in zwei Sprachen, auf zwei Kontinenten zu bewegen nämlich. Die Welt wird ein Stück kleiner, erscheint kompletter, alles ist näher und doch so fern und immer wieder neu.

Danke Jan für dein Buch und vielen Dank liebe Neele für diesen wunderbaren Film.

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Von der Evolution menschlicher Kommunikation

July31

Wenn mein Großvater ans Telefon geht, sagt er: “Hier meldet sich Heinz Ast!”
Wenn mein Vater ans Telefon geht, sagt er: “Hartmut Ast, hallo!”
Gehe ich ans Telefon, sage ich: “Ja na moin mein Bester, wie gehts dir!”

Wenn mein Großvater mir etwas schreibt, dann auf Papier in einem Brief, ausführlich und mit einem Bibel- Psalm.
Schreibt mir mein Vater, dann per Mail, mit Betreff und oft mit einem Link oder Anhang.
Wenn ich etwas schreibe, dann gerne per Direct Message, Facebooknachricht oder einer mit linkblau durchsetzen Email die auf Blogpostings, Dropboxlinks und Google Docs verweist.

Wir haben haben es alle zu Genüge in Blogpostings und Büchern gelesen, in unzähligen Tweets und Social Network anfragen und Nachrichten selbst erlebt – die Art wie wir kommunizieren, Kontakte machen und pflegen hat sich mit einer Geschwindigkeit verändert, dass sich drei Generationen gleichzeitig darüber wundern können. Historiker werden dies wahrscheinlich erst bemerken wenn die kommende vierte Generation sich überhaupt nicht mehr wundert, sondern sich in einer Welt der direkten Kommunikation und offenen Datenschnittstellen bewegt die für sie Alltag ist.

Die gesellschaftlichen Veränderungen der Vernetzung und Kommunikation sind eine Soheit. Es wird sich nichts daran ändern, Datenschützer, Politiker und Online- Skeptiker werden zwar noch ein wenig zetern, aber sie werden verstummen. Jugendlicher Leichtsinn im Umgang mit den Daten der Nutzer eines Services wie bei Mark Zuckerberg wird vergehen, man wird daraus lernen und die Kommunikations- und Kontaktmöglichkeiten weiterhin verbessern.

Warum ist es wichtig eine derartige Evolution heute zu verstehen? Weil es an einigen von uns heute ist, diese Veränderungen maßgeblich zu gestalten. Die Zeit in der wir heute leben war nie aufregender und nie voll von derartiger Möglichkeiten der Einflußnahme. Fragt eure Großeltern und Eltern ob es in ihrer Jugend möglich war für Menschen auf einer weit entfernten karibischen Insel in knapp drei Stunden humanitäre Hilfe zu leisten nach einem schrecklichen Erdbeben.

Es ist ebenfalls wichtig zu verstehen das wir alle die Wahl haben. Es gibt nur eins von zwei Fäßern die wir täglich füllen können, das Faß voller Angst oder das voller Liebe. Angst bedeutet die Verbindung verlieren, Stillstand und letztlich den Tod, Liebe bedeutet verbunden zu sein, voranzugehen, Leben.

Sich verbinden und verbunden zu sein ist eine menschliche Fähigkeit. Nicht nur durch die sehr begrenzte verbale Kommunikation, sondern durch interaktionale Synchronizität in der Körpersprache, sowie durch Spiegelneuronen. In Sekundenbruchteilen, nicht durch das Tagesbewußtsein wahrnehmbar, schaffen wir Synchronizität durch perfekt aufeinander abgestimmte Gesten wie das Hochziehen einer Augenbraue, ein Lachen, eine Handbewegung. Zwei Menschen die sich verstehen kommunizieren auf Ebene der Körpersprache synchron. Weiterführend ist die Empathie für die Gefühle eines anderen Menschen eine neurologische Tatsache. Spiegelneuronen lassen Menschen dieselben Emotionen teilen.

Diese Art der Verbundenheit sorgt dafür das sich sich Paare, Familien, Abschlußklassen, Glaubensbrüder und Schwestern und natürlich Unternehmen und Regierungen verstehen und somit Kultur und Gesellschaft entstehen kann. Das Internet ist nichts weiter als das digitale Abbild dieser Verbundenheit und ein perfekter Spiegel für unsere Spezies auf diesem Planeten. So wie sich Spiegelneuronen über die Jahrhunderte weiter vernetzt und entwickelt haben, werden online Dienste unsere weltweite Verbundenheit stärken. Jedem in diese Welt geborene Kind kann klar sein, dass es um mehr geht als um eine Nation, einen Glauben, die wirtschaftlichen Interessen eines Unternehmens oder die politische Interessen eine Landes. Es geht um einen Planeten und die gesamte Menschheit.

Durch diesen Erkenntnisprozeß ist ein Bewußtseinswandel möglich, der die menschliche Kommunikation und somit die getroffenen Entscheidungen in Politik, Wirtschaft, Religion und für das einzelne Leben eines jeden Menschen in weniger als drei Generationen grundlegend verändern kann. Also lasst es uns versuchen, die Chancen stehen gut!

Jormason’s Geschäftseröffnung

July26

Zu allererst ein paar nachklingende Worte:

Somit ist schon vieles gesagt, aber an dieser Stelle noch einmal ein besonderes Dankeschön an Kathi, Gerrit und Jan für eure Hilfe – alleine hätt ich’s net gepackt! #siebzigmakirollen. Für die Suppenliebhaber unter euch hier das Rezept für euch, die Zutaten kauft ihr am besten in Hamburg beim OCS Japan Shop an der Stadthausbrücke. Gibts aber bestimmt auch Online irgendwo…

Kitsune Udong (japanische Weizennudelsuppe)

- 400 ml Wasser
- 50- 100 ml Dashi Shoyu (Brühe aus Mirin, Seegras, Bonitoflocken, Sojasoße)
- 3- 4 Inarizushi (frittierte Tofutaschen)
- ein Bündel Udongnudeln
- 3-4 Blatt getr. Wakame Alge

Wasser aufkochen, Dashi Shoyu zufügen, nach Geschmack mehr oder weniger (Mischungsverhältnis ist 1:4). Udong- Nudeln seperat kochen (die Stärke macht sonst die Suppe trüb), Wakame Algen und Inarizushi (diagonal geschnitten) reingeben, in eine Schüßel füllen und die abgetropften und abgeschreckten Udong Nudeln reingeben. Mit Frühlingszwiebeln und ein wenig Chilli Pulver garnieren – fertig, Itadakimasu!

Und hier ein paar Eindrücke der Party in Bildern:


Vielen Dank wieder einmal an Cornelius für die meisten dieser wunderbaren Fotos!

Zuletzt für euch hier zum Download der Vordruck für das Geschenkekissen nach dem viele fragten. (Bild anclicken)

Das Zusammanbasteln ist simpel, einfach an den Seiten ausschneiden und die getrichelten Linien mit der Rückseite einer Scherenseite einfalzen, zusammenkleben und einknicken – fertig! (das Original kommt von diesem Blog hier)

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für die vielen guten Ideen und Empfehlungen bisher. Ich glaube ja an die Kraft der “weak ties”, wer weiß wem die Karte irgendwann einmal in die Hände fällt und welches Projekt daraus entstehen wird. Bitte kommt unbedingt auch auf mich zu was Empfehlungen für euch angeht! (Für alle die nicht wissen wovon hier die Rede ist, ich habe eine Visitenkarte gestaltet die auf diese Landingpage verweist und ein paar Karten in dem Kissen an die Gäste verteilt)

Es war mir in jedem Fall eine Freude mit euch anzustoßen und zu feiern, laßt es uns recht bald wiederholen. Zum einjährigen Bestehen zum Beispiel, dann auch mit Champagner statt Muschisekt und dann werde ich auch mehr zu erzählen haben, versprochen!
;)

Zum Abschluß hier noch etwas für die Freunde des Bewegtbildes:

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coalition of the willing

July7

Letzte Woche habe ich in meiner Facebook- Timeline (danke @David Philipppe) diesen wunderbaren Film gesehen. Es ist ein wahres Meisterwerk!
Nehmt euch an dieser Stelle doch bitte die 15 Minuten und schaut euch “coalition of the willing” an:

Der Film ist eine Zusammenarbeit von Simon Robson, dem Gründer von Knife Party Productions und u.a. Director des mehrfach ausgezeichneten animierten Films “What Barry Says” und dem in Autor und Philosoph Timothy Rayner der den Text für “coalition of the willing” schrieb. Simon sammelte für das Projekt über 20 verschiedenste Videokünstler und Likeminds um sich, damit das Projekt in kollaborativer Zusammenarbeit umgesetzt werden konnte (hier ein Blick auf die Teilnehmer). Die schillernden Bilder, die brillanten visuellen Ideen und der Tiefgang der vermittelten Botschaft ist absolut einmalig und strahlt für mich eine tiefe Authentizität aus. Das Projekt wurde ab Februar diesen Jahres Szene für Szene auf der Seite des Projektes gezeigt, erst seit 30. Juni  ist der Film komplett zu sehen. Die kohlenstoffliche Premiere war im Richmix in London, ansonsten ist alles Online gelaufen. Es gibt sogar eine kostenlose iPhone App die ich nur jedem von euch ans Herz legen kann um den Film in eurem Freundes- und Bekanntenkreis bekannt zu machen!

Faszinierend finde ich den Schluß den Tim aus der Revolution der 60er Jahre für unsere heutige Konsumgesellschaft zieht:

The 60s caught capitalism completely off guard. How were companies to sell products to a generation that had rejected consumerism? The answer was to tune into the movement and to sell to the ‘individual’ in everyone. The strategy worked. The marketing machine captured the spirit of 60s individualism and made it its own.

Dies ist für mich einer der Schlüssel warum unsere Gesellschaft heute so stark konsumorientiert und die Wirtschaft quasi unheilbar profitorientiert ist. Wenn die Hausfrau im Kopf und durch die Nase Ronald Reagan’s die scheinbar neuen, guten, individuellen Bürger wie Koks wegzieht dann heißt das soviel wie: “Na? Genug der Revolution? Ihr glaubt ihr lebt selbstbestimmt und glücklicher? Eat this!” Das Bild mit den Frauen die stoisch auf die Taschenuhre schauen sagt es auch deutlich: “Wacht endlich auf!”

Die zweite Szene die mich fesselt ist die CoWorking Action mit der Wäscheklammer die den CO2 Ballon herunterholt. Und jetzt weiß ich auch warum mich das Netz so fasziniert, die Möglichkeiten der Kollaboration, der gemeinsamen Problemlösung und die Hoffnung die damit verbunden ist macht mich ganz hippelig. Ihr wißt ich bin hoffnungsloser Optimist, mein Glas ist nie halb voll – es ist einfach immer zu klein! Ich bin fest davon überzeugt das die menschliche Rasse es schafft sich zusammenzureißen!

Let’s take our lead from Web 2.0 and the strategies of open source culture. It’s time to recover the true spirit of the 60s counterculture, with an internet-based swarm offensive aimed at triggering a 21st century culture shift. (…) Get ready to change the world. There are millions of others waiting to play their part. All that they need is the infrastructure to make it happen. We have the tools that we need to construct this infrastructure. We have the talent and intelligence to make it a system people will want to use. Lord knows we have the motivation to get busy. So get started, before it’s too late. Log on, converge, and swarm.

Natürlich musste ich sofort das Netz durchkämmen nach allen auffindbaren Informationen und habe lustigerweise in den Kommentaren bei Vimeo zu dem Film Kontakt mit Simon bekommen. Eine Mail an ihn geht gleich raus. Mal sehen wie ich helfen kann! Dabei geht es mir um das vorgestellte dreistufen Modell:

1. “Green Knowledge Trust”
2. “Open Innovation Centre”
3. “Catalyst  – Social Network”

Wer von euch ist dabei?

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