Jormason

renewal – meaning – movement

#cmos09 trifft Aikido

November21

Am letzten Freitag war es wieder soweit CoreMedia veranstaltete einen OpenSpace auf dem Kampnagel hier in der Jarrestraße. Besonders aufregend war es für mich deswegen weil ich zusammen mit Willms und Fred Eric die Orga übernehmen durfte. An dieser Stelle also erst einmal ein herzliches Dankeschön an CoreMedia für das Vertrauen, dass drei nicht- CoreMedianer so feste mit anpacken durften. Und zwar bei einer Veranstaltung die einen zu unterschätzenden Wert für das Unternehmen hat da viele Kunden, Partner und natürlich Mitarbeiter dabei sind.

Was ist ein OpenSpace? Hier die Gründungslegende des Open Space, so wie sie Harrison Owen immer wieder überzeugend erzählt: Er habe ein Jahr lang einen Kongress für 200 Organisationsentwickler vorbereitet, der soweit auch befriedigend ablief. Ein Freund hätte dann zu ihm gesagt: „Weißt du Harrison, es war großartig, aber das Beste waren die Kaffeepausen“. Harrison hätte danach auf einer Terrasse am Meer gesessen und überlegt, wie man eine Konferenz gestalten könne, die nur noch aus Kaffeepausen besteht. Zwischen zwei Martinicocktails, sich an seine Erfahrungen als Zuschauer bei der Organisation eines Festes in einem afrikanischen Dorf erinnernd, hätte er dann die Open Space Technologie entdeckt. Diese „Coffee-break“ Metapher ist bis heute prägend für das Selbstverständnis von Open Space.

Schon die Vorbereitung zeigte den offenen und herzlichen Charakter der CoreMedianer, wir wurden zu einem Vorbereitungsmeeting eingeladen wo wir den Ablauf  und die Ziele für den Open Space diskutierten und auch die Probleme der letzten Veranstaltungen mit aufgenommen wurden. Hier haben wir schon gut Energie aufgenommen unser Ziel hieß “den besten OpenSpace bisher” zu gestalten.

Ein paar der Ideen waren schonmal von vornherein spannend. Uta und Angela wollten sich künstlerisch mit einbringen und aus den Ergebnissen der Anfangssession (Zweier- Interviews) Kunstwerke schaffen auf Leinwänden. Auch schön fand ich das der Impuls den ich einbringen durfte Nachklang fand: eine Gruppe die sich mit dem Thema Aikido und Arbeitsalltag beschäftigte. Hier dachte ich an Frank Ostoff meinen Aikido Lehrer der sich als Berater in Coaching Sessions mit diesem Thema auseinandersetzt. Nicht zuvergessen natürlich der CoreMedia Hackingday der von Jan organisiert wurde und sich aber mit “friedlichen Hacking” und somit aktuellen softwaretechnologischen Themen beschäftigen sollte.

Am Tag des OpenSpace also, es fanden sich und gut 100 CoreMedianer, Gäste und Partner ein, wurde es dann spannend. Und besonders viel eine Installation auf die bei nähere Betrachtung ungewöhnliche aber irgendwo doch seltsam vertraute Geräusche machte:

Es war die Twitterwall! Mittels einer alten elektrischen Commodore Schreibmaschine die durch eine Ethernet- Schnittstelle und entsprechender Übersetzung der Daten aus dem Netz verbunden wurde, konnten die Tweets mit dem Hashtag #cos09 auf Endlospapier gedruckt werden. Das ganze wurde abgefilmt und per Beamer an die Wand geschmissen. Das Bild der tippenden Schreibmaschine vermittelte mir anfangs das Gefühl von einer saugeil entwickelten Twitterwall bis ich genauer hinschaute! Sehr coole Sache in jeden Fall! (Willms hat im Nachhinein gleich angefragt ob wir uns die Installation ausleihen dürfen für den IT Gipfel, Danke schonmal dafür! :)

Hier könnt ihr die Tweets auch lesen:

Dann ging es in die Sessions und natürlich machte ich mich auf zu der Session von Frank. Es kamen 15 Leute zusammen sowohl interessierte Coremedianer als auch Gäste des OpenSpace. Die Session begann mit Franks Frage nach unserem Befinden und ging dann als Antwort schnell in die Diskussion von Sinn und Unsinn von Enterprise 2.0, quasi als Ablenkung. Nach und nach kam aber raus, dass jeder mindestens ein Leiden vorzuweisen hatte. Ob es nun der Rücken war oder die Schultern, die Knie oder ganz einfach Stress.

Frank versuchte an verschiedenen Übungen zu zeigen, was es bedeutet wenn man nicht ganz bei sich ist und der Streß einen dadurch aus dem Gleichgewicht bringt. In der ersten Übung ging es einfach darum mit dem Druck des Partners der frontal auf den Brustkorb gerichtet war umzugehen. Kippe ich nach hinten weil ich mich zusehr darauf konzentriere stehen zu bleiben? Lasse ich den Druck einfach absinken zu meinen Füßen und der Erde und bin so stabil?

In der folgenden Dikussion wurde klar, dass es ist von großem Vorteil wenn wir bei uns bleiben, in unserer Mitte sind und somit in unserer stärksten Position. Sich nicht beeinflussen lassen und aus der Ruhe bringen zu lassen und eine Art “Atemraum” zu kreieren ist wichtig. Wenn ich weiss was mich aus der Ruhe bringt und mich stresst – einfach wegatmen!

Hier ein schöne Beispiel, mit Anleitung zum nachmachen:
(Empfohlen wird die Kommentarfunktion einzuschalten)

Natürlich geht das nicht immer und wir diskutierten auch welche Vorraussetzungen von der Firmenführung geschaffen werden sollten um den Streßinput nicht unötig zu steigern. Allerdings ging es immmer wieder zurück zu jedem Einzelnen von uns. Wir haben es letztlich in der Hand – hart bleiben und den Stress in voller Härte spüren oder den Raum halten und somit die streßige Situation meistern!

Aber sehr schön war die Offenheit aller Teilnehmer und die Beteiligung an den Übungen. Hier hätte es auch Gegenwind geben können! Vielen Dank an Alex an dieser Stelle für die Erlaubnis der veröffentlichung des Videos!

Der Commodore Retro Twitter- Ticker

Picture 1 of 8

Derweil gab es dann auch Mittagessen und viele der Sessions gingen in ein munteres Networken über und die Bilder nahmen Form an. Angela und ihr Team nahmen sogar einen alten Laptop auseinander und verarbeiteten einzelne Teile. Weitere Gruppen beschäftigten sich z.B. mit der Organisation der von SinnerSchrader gehosteten next10 Conference im nächsten Jahr. Mit dem Thema Digital Signature oder der Frage nach dem “geheimen Saft”, dem nächsten großen Ding was Content Publishing von und mit CoreMedia angeht.

Natürlich stellte sich auch Gerrit Kolb vor, der neue CEO von CoreMedia. Ich hatte auch die Möglichkeit mich bei einem Bier ein wenig mit ihm zu unterhalten und bin wirklich angetan. Er ist natürlich ein ganz anderer Typ von Mensch wie Sören, aber meine anfänglichen Bedenken das sich der Enterprise 2.0 Kurs auf dem CoreMedia seit einigen Jahren erfolgreich bewegt drehen könnte, haben sich zumindest im ersten Eindruck nicht bestätigt. Gerrit macht soweit ich mir ein solches Urteil erlauben kann einen sehr erfahrenen Eindruck. Es ist seine vierte Position als CEO eines Software Unternehmens und er strahlt eine angenehme Gelassenheit aber auch glasklare Präzision aus. Ich wünsche ihm und CoreMedia definitiv nur das allerbeste für die Zukunft!

Als Mitorganisator durfte ich dann den Schlußteil geben wo die Ergebnisse der einzelnen Gruppen präsentiert wurden. Ich nutzte also das Gesetz der zwei Beine und machte mich auf Suche nach den Initiatoren der einzelnen Gruppen um eine kurze Einstimmung auf den Schlußteil zu machen.
Das war schwerer als angenommen, viele Gruppen hatten sich aufgelöst und fröhnten lieber dem Networking als der Ergebniszusammenfasssung. Das ist halt der Spirit eines OpenSpaces!

Es kamen trotzdem einige gute Ergebnissessions zusammen und ein Kunstwerk wurde zum Schluss von jedem der wollte mit einem Fingerabdruck bedacht. Gerrit versprach den Kunstwerken einen besonderen Platz in der Chillout Lounge von CoreMedia zu geben!

Das werde ich selbstredend überprüfen! Aber bis dahin erst einmal vielen Dank für das Vertrauen und die Einladung ich bin gerne beim nächsten Mal wieder dabei!

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10 Comments to

“#cmos09 trifft Aikido”

  1. On November 22nd, 2009 at 14:51 Tweets that mention Jormason » Blog Archive » #cmos09 trifft Aikido -- Topsy.com Says:

    [...] This post was mentioned on Twitter by Cedric May, Jörn Hendrik Ast. Jörn Hendrik Ast said: Gebloggt: Aikido auf dem CoreMedia OpenSpace http://bit.ly/8EqMoW pls read – comment – RT #coremedia #openspace #aikido [...]

  2. On November 22nd, 2009 at 14:56 Cedric Says:

    Danke für den kurzen Einblick in den #cmos09. Ich denke, dass CoreMedia da einen guten Weg geht.

    Ich finde ja das Beispiel klasse, wie man sich in seiner eigenen Mitte in der stärksten Position befindet.

    Bin gespannt, wie sich der Open Space über die Jahre weiterentwickelt.

    Btw. “Laptopb”, “schwerer äks angenommen”

  3. On November 22nd, 2009 at 17:02 Jörn Hendrik Says:

    Dank dir Cedric!
    Ja CoreMedia geht defintiv einen spanenden Weg! Und die Offenheit ist wirklich da.
    Schön! Und wir kriegen den Twitter Ticker!!!! :)

    Cheers

    JH

  4. On November 23rd, 2009 at 10:52 Christian Pesch Says:

    Hallo Jörn,

    schau mal hier: das Kunstwerk im Chillout…

    https://blog.coremedia.com/cm/post/5900682/OpenSpace_Leinwnde_im_CoreMedia_Chillout.html

    Gruß
    Christian

  5. On November 23rd, 2009 at 19:57 A retro twitter wall (twypper) Says:

    [...] Here is another action shot, taken by Jörn. [...]

  6. On November 24th, 2009 at 10:58 Alex Says:

    Schöner Artikel Jörn. War wirklich ein spannender Tag, gute Energie und interessante Ansatzpunkte. Und hat vor allem Spass gemacht – und das ist ja auch wichtig. Freu mich auf die Vertiefung im Dojo :-)
    cheers
    Alex

  7. On November 30th, 2009 at 09:39 Jörn Hendrik Says:

    Perfekt! Das ist mal ein ausführliche rBlogeintrag über den Twitter- Ticker. http://tinkerlog.com/2009/11/20/a-retro-twitter-wall-twypper/
    Danke fürs Backpingen! ;)

  8. On November 30th, 2009 at 09:40 Jörn Hendrik Says:

    Ich bin begeistert! :)
    Danke Christian, jetzt muss nur noch einmal zur Vernissage geladen werden! ;)
    Zu Sekt und Ors d’Oeuvre natürlich! ;)

  9. On November 30th, 2009 at 09:41 Jörn Hendrik Says:

    Hey dank dir Alex!
    Ja es war auch einfach nett, mit so guten Teilnehmern, gell? :)

    Bis heute abend auf der Matte. Wer übrigens mit will: http://www.shugyodojo.de
    MO und DO ab 18:30- 20:45 Training mit Frank!

  10. On December 5th, 2009 at 00:10 Jormason » Blog Archive » be unreasonable Says:

    [...] of your cube farm by sitting in a silent EGG, a small room to breathe and to meditate. And it fits, here I talked about Aikido and your own breath- space in the office and Brad wants to produce the EGG [...]

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