Jormason

renewal – meaning – movement

Bilderwelten für das neue Jahrzehnt!

December30

Heute  war ich im Kino und habe den gerade intensivst gehypten Film von James Cameron – Avatar gesehen. Das Kinos selbst solle er revolutionieren, so einige Kritiker, Cameron selbst freut sich nur wenn die von ihm verfeinerte 3D Technik Einzug hält in der Geschichtenerzählung auf der Leinwand.

Neytiri auf ihrem Banshee

Keine Frage ist für mich, dass es ein wirklich atemberaubender Film ist, die Bilderwelten des wundersamen Volkes der Na’vi auf dem Planeten Pandora sind fesselnd wild und voller Schönheit. Es kommt einem vor als hätte man plötzlich mit Aufsetzen der 3D Brille die Fähigkeit erlangt ein anderes Farbspektrum zu sehen. Ein Kunstgriff macht den Film insbesondere aus: einer der Protagonisten namens Jake Sully, einem beinwärts gelähmten Marine, steigt mit seinem Bewußtsein in den „Avatar“ eines extra für ihn gezüchteten Na’vi. Dazu kommen die unglaublich dynamischen Bewegungsstudien von Flugwesen, Pferdewesen und schwindelerregenden Sprüngen von Wipfeln mehrerer hundert Meter hoher Bäume, so dass sogar fast meint den Film physisch spüren zu können. Die wirklich gelungene 3D Technologie tut sein weiteres für diesen Eindruck.

Neytiri mit Kriegsbemalung

Die schönsten Momente waren für mich wieder einmal Kleinigkeiten wie z.B. der Samen des Vitraya Ramunon, dem Baum der Seelen, der auf der Pfeilspitze der aufregenden Na’var Fau Neytiri landet und somit das erste Treffen zwischen Jake und ihr ermöglicht.

Jake’s Begegnung mit der Schamanin Mo’at ist auch faszinierend, denn auf die Frage ob sie ihm den Na’Vi way of life beibringen möchten ist ihre Antwort : „Wir haben schon vielen Himmelsmenschen versucht sehen zu helfen, aber man kann ein Gefäß nicht füllen was schon voll ist!“ Aber auch der Moment  wo klar wird, dass die Synapsenartigen- Haarwurzeln des Lebensbaumes einen  tieferen Kontakt als den physischen herstellen waren spannend.

Der Geist Eywas

Ja natürlich hat der Film auch Schwächen und vielleicht sind es gerade solche kleinen Szenen die das gemeine Publikum als romantisierten Ureinwohner Kitsch á la Star Wars- Yoda- Lehre oder vermeindlich kindischem- mein- Geist- ist- frei- Neo – Morpheus- Initiationsritus aburteilen. Aber ich erwarte von einem Blockbuster aus der hardcore Medienschmiede Hollywood keine Philosophie Vorlesung und außerdem bin ich nicht kleinlich mit gut gemachten Bilderwelten. Denn  die 13 jährige Arbeit die hinter diesem Film steckt ist beachtenswert und gut gemacht. Ich meine Cameron hat extra bis hierher gewartet wo das Publikum durch Filme wie Herr der Ringe oder King Kong an die Mimiken computergenerierter Gesichter gewöhnt war und er die richtige 3D Technik hatte.

Capturing mimics

Außerdem, und jetzt komme ich langsam zu dem Punkt der mich heute noch zur Tastatur greifen lies, bin ich es eh gewohnt den mir angebotenen meist traurig- wässrigen- Content um mich herum mit meinen eigenen Bilderwelten zu füllen. Ich habe keine derartige Konsumhaltung wo ich auf den ultimativen Medienstumulus warte der mir den Kick des Jahrtausends liefert. Ich liebe meine Fantasyromane (so sie zumindest ein gewisses Niveau erreichen) und auch meine Rollspiel- Sessions wo ich meine inneren Bilderwelten trainieren und schulen kann.

Ich muss sagen, dass es erschreckenderweise eine stark verbreitete innere geistige Apathie zu geben scheint. Denn selten begegne ich Gesprächspartnern, die meine Ausflüge in diese Bilderwelten vorbehaltlos annehmen und mit eigenen Bildern zu kontern in der Lage sind.

Für mich ist aber die Fähigkeit diese inneren geistigen Bilderwelten zu haben und wie ein nicht endend wollenden, vor Sequels strotzenden Blogbuster, voller klarer, ausdrucksstarker Szenen aufrecht zu erhalten ein echtes Lebenselixier!

Dabei geht es für mich nicht nur um gute Filme oder Bücher, obwohl man als Produzent oder Autor dieser sicher zu dem Punkt kommt den ich meine. Mir geht es um die Fähigkeit des Träumens, der Visionssicht und darum diese nutzbar für das eigene Leben zu machen. Unsere Gedanken bestimmen unser Gefühlswelt, unsere Physis und somit letztlich unser ganzes Leben, dass haben schon zu viele weise Menschen gesagt, bewiesen und anderen dabei geholfen dies umzusetzen als das man das noch beweisen müsste.

Naja und ich finde es sowieso am aufregendsten Dinge mit der “Kunst des Nichtstuns” zu lösen. Also schaut euch den Film an und danach auf in die eigenen Bilderwelten, vielleicht öffnet Pandora bei euch ja bisher verschlossene Welten?

Die Haleluja Berge

Kommt hervorragend ins neue Jahrzehnt!

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