Jormason

renewal – meaning – movement

Das Ende meiner Jugend

January25

Heute war es dann soweit, ich habe zum dritten mal genullt. 30! Eine Zahl vor der so manches erzählt wird, insbesondere irgendwas vom Ernst des Lebens, dem Ende der Jugend und so. Naja Wikipedia sagt was zum dreißigjährigen Krieg, der Herrschaft der Dreißig (eine Terrorherrschaft von 30 Oligarchen in Athen) und vom Nachkriegszyklus “Das dreißigste Jahr” von Ingeborg Bachmann. Aha!

Viel cooler ist die Info das ein Rhombentriakontaeder mit dreißig Flächen auch dadurch entsteht indem man gerade Pyramiden auf ein Ikosaeder oder Dodekaeder aufsetzt. Zumindest sieht das Teil cool aus:

rhombictriacontahedron

Naja ich bleib beim W20 wenn ich role-play-game. Und das mit der Numerologie lassen wir mal lieber.
Rückblickend kann ich auf jeden Fall einiges sagen, ich bin seit mittlerweile 8 Jahren verheiratet, hab ne wunderbare Tochter, habe zwei wenn nicht drei Berufe erlernt (Handwerker, Labberer – Salesman und Blogger) und befinde mich in einer schönen, mittelschweren Sinnfindungsarie wie wohl mein vierter Beruf aussehen könnte, ohne sofort danach wieder an den Fünften denken zu müssen.

Aber ladde, hier jetzt meine eigene Numerologie, folgende dreißig Dinge will ich in den nächsten dreißig Jahren tun und folgende Zustände erreichen:

1. ein eigenes Lokal eröffnen, eröffnen lassen, zumindest mal in einem zum Meer hin geöffneten Schankraum liebe Freunde und Familie mit einigen ausgefeilten Rezepten bewirten!

2. im Amazonas, oder irgendwo in mittel- zentral Amerika dem Dschungel- Survival Leben nachspüren, Spinnen und rohe Garnelen essen und Bäume umarmen die so groß wie Häuser sind.

3. ein Haus in Salvador da Bahia haben, oder haben lassen (muss ich mich auch nicht ständig drum kümmern und Gast sein ist eh geiler) dass abschüssig zum Meer hin einen grandiosen Blick  auf die Baia dos todos os Santos liefert.

4. Einen Bestseller schreiben

5. In Malaysien dieses leckere Huhn Nudel Gericht probieren.

6. ein Original japanisches Aikido Dojo mit Restaurant, Schule für Straßenkinder und Zen Garten auf einem zum Meer abschüßigen Gelände in Salvador da Bahia bauen.

7. Den ersten Konzern gründen der eine neue Ära der Wirtschaft einläutet und der konsequent nach den Prinzipien eines natürlichen Kapitalismus, upcycle- fähiger Produktion und einer Enterprise 2.0 Personalführung arbeitet.

8. mehr lesen.

9. ausgiebige Reisen nach Californien mit meiner Frau machen.

10. auf einer TED Conference sein.

11. auf einer TED Conference sprechen.

12. am 14.02.2012 noch einmal meine wunderbare Frau am Strand von Imbassai heiraten, meine Familie dabei haben und alle meine besten Freunde und jeden der sich per Kommentar auf diesen Blogpost dazu anmeldet.

13. Lernen zu vergessen.

14. einen wirklich wirklich alten und ganz hervorragenden Bowmore mit meinem Bruder und meinem Vater in Schottland auf Islay trinken.

15. Meiner Tochter noch einen Bruder oder eine Schwester oder beides schenken.

16. Mit meiner Mutter ein Atelier haben und ausgiebige Tage und Nächte kreativ sein!

17. in einem Zen Kloster in Japan ein Seshin mitmachen und durchzuhalten

18. eine echte japanische Katana verliehen zu bekommen, einen Griff gefertigt zu bekommen und anschließend eine zugehörige Scheide.

19. Bei der ersten Grammy Verleihung für meinen Bruder dabei sein und so richtig dazu abzufeiern.

20. einen Tee mit Jackie Chan trinken, mit Ivete Sangalo Carnaval feiern und mit Paulo Coelho an der Copacabana spazieren gehen.

21. mein Studium nachholen.

22. Weinen.

23. die Mitte (Hara) eines Silberrückens bekommen.

24. mit David erfolgreich ein Geschäft machen.

25. mehr als 1.000.000 Follower bei Twitter haben.

26. dafür sorgen das solche armen Kreaturen wie der Vater der kleinen sechsjährigen Maria in der Favela Plataforma in Salvador nicht derartige Macht haben Leben zu zerstören.

27. ein Projekt für die Plataforma auf die Beine stellen, dass die kleine Ana ihre Qualitäten als Leadtänzerin ihrer Mutter noch einmal unter Beweis stellen kann, bevor diese an ihrem Krebs stirbt und sie so für ihre zwei im Rollstuhl sitzenden Brüdern allein verantwortlich ist.

28. drei Jahre in Brasilien leben.

29. morgen eine wirklich schöne Party feiern mit allen die bereit sind am Montag vorbei zukommen!

30. Meine Dankbarkeit für all das was ich erfahren durfte und was mich stark gemacht hat in “Godzilla- Manier” durch die Scheiße die ich erleben werde zu potenzieren und darüber nicht zu verbittern und die Zähne zu fletschen sondern zu lieben, loszulassen und letztlich mit unangefochten, mächtiger Energie die positiven Ziele mit Gewissheit zu erreichen wie Hulk der die Stahltüren von Atomschutzbunkern mit einem saftigen Schlag aus den Angeln hebt!

Seid dabei!
Es wäre mir eine Ehre!

posted under meaning
10 Comments to

“Das Ende meiner Jugend”

  1. On January 25th, 2010 at 09:01 Moritz Avenarius (iMo) Says:

    Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag Jörn!, und alles alles Gute!!

    Schöner 30-Jahres-Plan, bin bei Nr. 29 dabei! Wannwo?

    Liebe Grüße Moritz and keep’ on rockin

  2. On January 25th, 2010 at 10:22 Mirko Gosch Says:

    Woohoo,
    was für ein genialer Geburtstags-Blogbeitrag. Da bringst du mich ja fast in Zugzwang, morgen meine Liste mit den 41 Dingen und Erlebnissen zu benennen, die ich unbedingt in den nächsten 41 Jahren machen werde. Eine entsprechende Liste zu erstellen ist eigentlich nicht das Problem, denke ich gerade, denn Wünsche und Träume sind in mehr als ausreichender Anzahl vorhanden. Nur mit dem “ungenauen Zielen” und dem Festlegen auf einen Zeitraum (30 respektive 41 Jahre), tue ich mich schwer. Lehren uns nicht unsere großen und kleinen Mentoren, dass wir, um unsere Ziele zu erreichen, spezifischer sein müssen, bis wann wir was erreicht haben wollen? Belassen wir es bei einem so großen Zeitrahmen, lassen wir uns zu viele Lücken, durch die wir unser Committment auf später verschieben können. Also, seien wir spezifisch, auch wenn einige Ziele noch so fern zu sein scheinen. Dream BIG and then go get it. Du kannst das!

    Aber genug des Geschwafels an deinem Geburtstag, lass dich kräftig feiern und nochmal: Freue mich darauf, in diesem Jahr auch die Kohlenstoffvariante von dir kennen zu lernen.

    So long

    Mirko

  3. On January 25th, 2010 at 10:25 Cedric Says:

    Ich habe mir schon immer gedacht, dass du ganz hervorragende Ziele für dein Leben hast. Ich finde es super, dass du dir dabei so im Klaren bist, warst du das schon immer oder war es eine spontante EIngebung seitdem du nun alt bist. :-P

    Wenn du deine Ziele immer im Auge behältst, wirst du sie wohl fast alle erreichen, da bin ich mir ganz sicher. Nur mit deiner Reise ind en Amazonas solltest du noch solange warten, bis es dort flächenddeckend 3G-Netz gibt, damit du davon auch twittern kannst. ;-)

    Ansonsten ganz wichtig: Genieße es auch, wenn du ein Ziel erreicht hast (ich vergesse das manchmal) und lass dir Zeit.

    Ich glaube, du wirst bestimmt mal ein Abenteurer/Weltenbummler, der irgendwann von seinen Erfahrungen in der Welt, kombiniert mit seinem Vorwissen , eine atemberaubende und unglaublich motivierende TED-Keynote halten wird. :-)

    Have a nice day!

    Cedric

    PS. Für Punkt 12. (RTL oder deine Liste ;-) ) lohnt sich jeder Kommentar gleich doppelt. :-)

  4. On January 25th, 2010 at 10:49 Jörn Hendrik Says:

    Vielen Dank mein Lieber!
    Aber herzlich gerne: Jarrestraße 38 – bei Ast klingeln – geht ab 20:00h los!
    Freu mich!

  5. On January 25th, 2010 at 10:51 Jörn Hendrik Says:

    Ganz großartig! Vielen Dank lieber Mirko! In jedem Fall, groß denken, größer als man glaubt – und auf dem Weg dorthin sich ständig übertreffen und jede Menge fantastischer Menschen kennenlernen und verdammt viel lernen! Freue mich auf deinen Blog- Post und sei sicher ich suche mir eine schöne Nummer raus und mache mit! ;)

  6. On January 25th, 2010 at 10:56 Jörn Hendrik Says:

    Du bist in jedem Fall dabei mein Lieber! Das wird großartig! Einladung kommt! ;)
    Ja ich denke auch das wird großartig – war es ja bis hierher schon!
    Och ich habe einfach mal zusammengeschrieben was ich mir so wünsche, Auslöser dazu war diese swunderbare Video von Randy Pausch: http://www.youtube.com/watch?v=ji5_MqicxSo “The last lecture” – als letzte Vorlesung seiner Karriere als Prof wo er auch von seinen Kindheitsträumen spricht. Phänomenal!

    Das mit dem 3G im Amazonas ist allerdings richtig, werde warten!
    Bis demnächst, freu mich!

    Best,
    JHson

  7. On January 25th, 2010 at 13:15 Christoph Jöckel Says:

    Sauber :-)
    Nummer 5 wird erledigt – vielleicht kann ich die Dir ja mitbringen… meinst Du “Bihuhnsuppe”?
    Liebe Grüße & alles Gute,
    Chris

  8. On January 26th, 2010 at 11:50 Helge Says:

    Wie haben ja ashcon per twitter… Also ich würde wie getweeted mit ins Zen-Kloster gehen – sowieso nach Japan. Soviel ist mal klar! Ich würde mir allerdings auch einen Bruchteil der Klarheit wünschen die Du scheinbar hast, was Du unbedingt erreichen möchtest. Wo hast Du den Kompass her, der dir das alles anzeigt?? Gab es die im Outdoor-Shop, als ich grade am bloggen war? ;-)

    Kann dir übrogens einen guten Film zum Geburtstag empfehlen: “Logan’s Run” – passt zu Dir momentan wie es viel besser in Deinem Leben nicht mehr geht. http://www.amazon.com/Logans-Run-Michael-York/dp/B00004VVNB

    Gruß, Helge

  9. On January 26th, 2010 at 20:56 Jörn Hendrik Says:

    Hey Helge,
    richtig aber dennoch Danke!
    Ja, Japan reizt mich seitdem ich Aikido mache und ich kann nach dem Seshin dann auch meine Katana abholen! :)
    Ach ja, Klarheit? Mmhhh ich war gerad so im Fluss nach dem Meetup- Posting!
    Aber Outdoor ist richtig, denke das kommt vom Joggen an zu kalten Tagen! :)

  10. On January 28th, 2010 at 22:01 Jörn Hendrik Says:

    Na…das muss man schon vor Ort essen…meinste nicht?

Email will not be published

Website example

Your Comment: