Samstag der 05. Juni war ein denkwürdiger Tag: es war der Tag des ersten Carrotmobs in Hamburg. Hier auf unserem Karottenblog habe ich schon viel drüber geschrieben aber hier auf Jormason.com noch einmal das Ergebnis für euch:
- 276 Kunden zählte die Kasse!
- 1.673,25€ an Einnahmen sind in vier Stunden zusammengekommen!
- Das macht 669,30€ entsprechend der vereinbarten 40% Umsatzbeteiligung!
Ansonsten lasse ich nur ein paar Bilder sprechen. Enjoy!
Danke an Cornelius an dieser Stelle für einige der hier gezeigten Bilder!
Sehr gefreut habe ich mich auch über das Echo in der Presse. Eine Seite in der Wiwo ist genauso cool wie ein kleiner Artikel in der taz am Veranstaltungstag. Und das wir am Samstag im Hamburg Journal zu sehen waren – ist natürlich sehr geil!
Ein wahres Vergnügen war natürlich die Zusammenarbeit mit einem fantastischem Orgateam. Wir kannten uns alle vorher nicht richtig, es ging alles über das Netz – unsere Mixxt Gruppe wurde immer wieder gefunden, Journalisten meldeten sich und eben auch Felix, Marcus und Marco. Genial war auch das Momentum kollaborativer Zusammenarbeit Online und Offline. Sei es Karottenbasteln bis nachts um 01:00. Mein persönliches Highlight ist die wirklich coole Geschichte von Henning der aus Jakarta während seiner Asienreise via Facebook gesehen hat was wir vorhaben und auf den Hilferuf nach einem Logo reagiert hat. Von ihm haben wir auch unsere tollen T-Shirts, highly Recommendation Leute schaut mal auf seinen Shop die Hasenfarm!
Ach ich bin glücklich, es ist alles wirklich Klasse gelaufen und jetzt folgen die Nacharbeiten. Wir haben bereits einen Energieberater und erste Maßnahmen sind besprochen, bleibt dran wenn ihr den Carrotmob in Hamburg supporten wollt!
Am Montag und Dienstag war ich mit 15 anderen Community Mitgliedern von DNAdigital auf dem nationalen IT Gipfel in Stuttgart. Am Montag hatten wir im Mercedes Benz Museum einen OpenSpace und danach gab es eine Empfangs- Gala für alle Gäste.
Alles in allem war es eine aufregende Veranstaltung mit illustren Teilnehmern, es war quasi die Führungsriege der größten ICT- Companies Deutschlands vor Ort, und der Chance sich aktiv mit einzubringen in den Plenarsaäalen. Ich hätte fast ein Live- Interview mit Anja Kohl gehabt, wenn mir nicht die Kanzlerin dazwischen gekommen wäre, die zusammen mit Wirtschaftsminister Brüderle (FDP), Innenminister de Maizière (CDU), Forschungsministerin Schavan (CDU) und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) dem Gipfel die Ehre erwies.
DNAdigital hatte den Anspruch mit möglichst vielen Entscheidern in Kontakt zu kommen, Visitenkarten einzusammeln und Projekte anzuschieben die dem Dialog zwischen der Netzgeneration und dem Management der Top Unternehmen dieses Landes dienen. Nach über einem Jahr DNAdigital, die Initiative wurde ausgehend von der Arbeitsgruppe 2 des IT Gipfels von Sören Stamer, Willms Buhse und Ulrike Reinhard gegründet, war es also auch eine Probe darauf wie schlagkräftig die Community geworden ist. Konnten wir einen Eindruck hinterlassen? Würden wir etwas bewegen?
Zuerst aber ein paar Erlebnisberichte. Nach der Anreise zum Mercedes Benz Museum in Stuttgart wo der OpenSpace mit dem Thema “Vom Bildungssystem von heute zur lernenden Organisation von morgen” stattfand und der Gala Empfang der Gäste zum IT Gipfel am nächsten Tag.
Der OpenSpace war im Grunde eine runde Veranstaltung in den wunderbaren Räumlichkeiten des Benz- Museum. Es wurden sogar für uns extra wertvolle Mercedes Oldtimer rausgerollt! Leider hatten wir nicht viel Zeit, von 14:30h bis 17:00h aber es reichte für ein paar wirklich spannende Sessions. Um einige Schlagwörter zu nennen, es gab Themen wie open education von Basti Hirsch oder das Thema innovation hubs das von Nadia Zaboura vorgeschlagen wurde. Da das Oberthema ja Bildung war erwarteten wir auch die Teilnahme von Lehrkörpern und mit Felix Schaumburg hatten wir auch eine handvoll Knowhow Träger vor Ort.
Felix Thema, das nachher aus mehreren aggregiert wurdem, befasste sich mit den Forderungen an eine Schule 2.0. Allerdings kann man dennoch sagen, dass zu wenig Fachkompetenz aus den Lehrinstituten des Landes vor Ort waren. Es war halt die Besucherschaft des IT Gipfels aus der Wirtschaft und nicht die eines Lehrerkongresses. Nach meinem Geschmack ist ein solches Oberthema vorzugeben nur dann sinnvoll, wenn auch die richtigen Teilnehmer vor Ort sind. Ein freieres oder anderes Thema wäre mit Sicherheit ergebnisreicher gewesen, aber für 2,5 Stunden war es letztlich doch ganz ordentlich.
Ich schlug das Thema “lernende Organisation” vor und hatte anfangs tatkräftige Unterstützung von Johannes Weicksel von Alacatel- Lucent. Es ging mir um die Frage wie Weiterbildung hin zu einem Model lebenslangen Lernens verändert werden kann, so dass es nicht nur den Anstrich von zeitraubenden Fachseminaren bekommt die von der Personalentwicklung organisiert werden. Nicht das man dort nichts lernen kann, ich selber finde unsere Seminare bei Hays, meinem Arbeitsgeber, durchaus gut und sinnvoll, aber es ist letztlich doch zu einseitig. Die ketzerische Frage von mir ist: Will der Arbeitgeber überhaupt echte Weiterbildung für den Angestellten? Kann er mit einer ständigen Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter umgehen? Gibt es eine adäquate Infrastruktur für die Sekretärin die ihr BWL- Studium an der Fernuni nachholt und dann ins Management gehen will oder muss sie dann kündigen? Eine Erkenntnis auch aus der Praxis der Weiterbildung bei Acatel- Lucent von der Johannes berichtete war, dass sich das Unternehmen selbst entwickeln muss, aber zu abschließende Thesen kamen wir nicht.
Die Sessions werden auf DNAdigital weiterdiskutiert, aktuell hier im Wiki, aber hier ist Platz für Links zu den Blogs und Ergebnissammlungen einzelner Teilnehmer, die ich auch aktualisieren werde:
Felix hat in seinem Blog unter dem Titel “was Schule von Palomar 5 lernen kann” eine schöne Zusammenfassung der Forderungen und Thesen gemacht! Danke Felix!
Die Gala ist jetzt nicht weiter erwähnenswert, außer das wir in den Kapuzenpullis ganz schön aufgefallen sind unter den Anzugträgern. Da ich mich eh nie so richtig einordnen kann, also weder reiner Kapuzenpulliträger noch reiner Anzugträger bin, hatte ich unter dem Kapuzenpulli ein weißes Hemd und eine knallgrüne Krawatte. Damit erntete ich wohl noch einmal mehr fragende Blicke! Hier übrigens ein Foto von Cedric mit dem erfolgreichen Networking Schnack mit der Führungsriege der Telekom.
Ein sehr spannender Moment für mich persönlich war aber die Zusammenkunft mit Sascha Lobo. Mitten auf dem OpenSpace bekam ich eine DM von ihm mit der Bitte um ein Treffen, da er auch auf dem IT Gipfel sei. Da sagte ich natürlich nicht Nein und wir verabredeten uns für den nächsten Tag zu einem ausführlicheren Gespräch. Leute ich kann nur sagen, dass war wirklich höchst spannend. In unserer ersten Begegnung am Gala Abend spielte er auf meinen Blogeintrag “das Interessanz- Diktakt von Herrn Lobo” an und kommentierte:” Das war die längste Buchkritik in der Geschichte der Buchkritiken!”. Das weitere Gespräch werde ich an anderer Stelle näher beschreiben, nur soviel sei gesagt; Ich bin zu höchst erfreut über diesen Kontakt der mir quasi beweist, dass die These der Umwandlung von sozialem Kapital in ökonomisches Kapital wirklich möglich ist. Es lebe die Währung Respekt!
Ein weiterer sehr schöner Moment war das Gespräch mit Lukas Schwarz der zu Johannes und meiner Session dazu kam. Lukas selbst ist körperlich schwer behindert und kommuniziert nur mit Hilfe eines Touch- Panels, wo er Worte zu Sätzen bilden und dann aussprechen lassen kann. Sein Beitrag zum Thema Bildung und lebenslanges Lernen ging in eine ganz andere Richtung. Er macht zur Zeit eine Ausbildung als Bürokaufmann und ist im dritten Lehrjahr, wenn er aber fertig ist wird er so schnell keine Anstellung finden, da er in der Behindertenwerkstatt dann überqualifiziert ist und die anderen Behinderten vorgezogen werden. Dieser Absatz geht also an alle die helfen können, habt ihr eine Möglichkeit für Lukas nach Abschluss seiner Ausbildung eine Stelle zu finden? Infos gerne per Kommentar oder an mich per Mail.
Soweit meine Zusammenfassung vom OpenSpace. Es folgt eine weitere zum IT Gipfel!
It’s been two weeks now since my contribution at the palomar5 summit. I wanted to write about my personal view earlier but I think it’s not that bad that it took more time. Maturing revolutionary ideas!
The first that comes to my mind when I think about what I experienced at the summit is a quote by George Bernard Shaw, the irish playwright:
“The reasonable man adapts himself to the world; the unreasonable one persists in trying to adapt the world to himself. Therefore all progress depends on the unreasonable man.”
Written in 1903 in “Maxims for Revolutionists” I think this is a perfect expression of the energy that was around that day. To begin with there were some awesome ideas that made this summit much livelier than usual conferences, there were statement bubbles, an badge anyone could wear on his back to express his ideas he wanted to talk about. A nice warmup for small talk. Or the prepared PostIts on the chairs anyone could use to give instant feedback on pinnboards. They even suceed in convincing the managers to take of their ties and it was the first conference like event in germany for me in plain english!
Of course the sponsors wanted to know where their money has gone, a considerably huge amount of money by the way. But even when the managers tried to get a forefeeling of maybe the next big thing in web 3.0 it never felt like they could control the creative energy of this team of visionaries. But the palomar5 team wasn’t ungrateful. There was a real touching moment at the end of the summit when Hans, one of the five members of the P5 core team who did an great job as the presenter of the summit, handed over a photography to Christopher Schläffer, the group product & innovation officer from the Telekom. The photography showed the whole palomer 5 team keeping their ears shut and Hans explained:
“You always tried to insist on your right to say and to influence us but we kept our ears shut. Thank you for tolerating that and letting us do our thing!”
I saw some interesting presentations and met some very interesting and charismatic people. And a very special contact was organized for me from the twitterverse, Miriam send me a contact proposal via Tweet. She couldn’t be there but wanted me to get to know Daniel, founder of nest an social media agency in Berlin. We met at the coffee bar and had some interesting points to discuss. Long live Twitter!
The projects were really different and depended on the presentation skills of the actual presenter, some very good and some poor. But I could always feel a strong feeling of unison and dedication, whether they simply sat on a stool narrating like Kosta, held a fancy cardboard presentation like Maryanna and Axelle or an real courageous performance like the “I wil tell you exactly what I think of you” performance by Zessy Powers.
One of two projects that specially caught my attention was the EGG poject by Brad, Christopher and Gustavo. Brad presented his idea in a quite unusal way but since his idea isn’t usual at all it was a nice fit. Stepping out of an huge white egg- like object he declared that since he started meditating he discovered the power of a free mind. Well, there are lots of managers turning to Zen Teachers opening their monasteries for martyred 9to5 workers. Ferdinand Piech (Volkswagen CEO) is meditating and there arel many Zen Coaches like Hinnerk Polenski. But it’s a bit complicated to get out in a traditional japanese Zen dojo to medidate. I like Brads idea of escaping the hurly burly of your cube farm by sitting in a silent EGG, a small room to breathe and to meditate. And it fits, here I talked about Aikido and your own breath- space in the office and Brad wants to produce the EGG 100% upcycable with the cradle to cradle method, I wrote about that here, you’ll find a video from Wiliam McDonough too, a must see!
So I talked to him in the kitchen of the Maltzfabrik, discussing ways of coorporation. So I got in contact with Brad and first of all he needs help in getting started. Here’s what he’s looking for. Don’t hesitate to write me if you think you can help:
Hi Jörn!
Thank you for getting back to us so quickly.
I appreciate your enthusiasm to help and lend out your resources. Collaboration is the most powerful tool human beings have to create change. As of right now we are looking for a few different things;
1) Seed investment capital to create the first fleet of prototypes so that we can perfect the model.
2) More contacts to potential manufacturers who can produce the EGG according to the Cradle-to-Cradle philosophy.
3) A managerial type who has experience with successfully bringing a product to the market…possibly a partner or partners.
4) And anything else you can think of at this point…because I’m sure I’m not thinking of all that we need right now……..
And on another note, your blogs about the projects of Palomar5 are greatly appreciated, along with any resources you think any of the projects may need.
We would love your feedback, thoughts, and ideas with regards to the EGG and how the concept can better be improved. What do you think the corporate world wants? Do you have any strategy ideas on how to sell it to the marketplace? And do you know any companies who are looking for a more holistic approach to managing their staff (such as meditation during the work day) who would be interested in hiring me to train them?
Again, my team and I are really grateful for all of the support we are getting at this time. Any and all feedback and leads to move this project forward faster is greatly appreciated. Thank you Jorn.
And please, if there is ever anything you need or you think I may be able to do, please do ask….The Giving is meant to go both ways!
–
Cowabunga Namaste :-)
Another project I want to present here is the lovelab project. Maryanna and Axelle came up with this idea and it really struck me. One of their questions was “why can’t we truly love our work?”. Too often we’re stuck in performance of duty and it’s never about what we love to do. It’s about what we have to do. They made a cardboard presentation about the life of George, a cube box worker:
After 5,782 Hours, 36,504 Emails and 1,316 Meetings he got promoted to an 5′ to 10′ cube farm office.
After 36,240 Hours, 217,438 Emails and 8,112 Meetings he got a car, a blackberry and salary increase.
But he only had 127 private dates, 25 holidays and 45 birthday parties till he died.
I don’t know where this project leads to, but I will keep in touch. www.showmelovelab.com. Because I think it is crucial that we rethink the values of a discipline-bound work environment measured by performance and netfees. It should be about humans not numbers and charts.
To end with let me repeat myself, it was a real mind blasting experience and the energy of all these courageous young people was touching in every way. They really managed to remind me of the feeling that it is possible to change the world. It should remind us all that it is possible and that it’s healthy to be unreasonable too!
P.S. A huge hug and big thank you to Carolin. Thanks for letting me use your wonderful pictures for this posting. An Iphone will never get close to an reflexe camera. So pls visit Carolines site and get in contact if you like her work!
For more Palomar5 Pics visit FlickR.
Since the beginning of the Do-Tank idea and my first shout out with the launch of polomar5.org on July 24th, I was really excited about it.
Yesterday I sat on my sofa and I felt this deep urging feeling to jump into my car the next morning to drive to berlin to attempt the very first summit of their work! And what should I say: IT DEFINITELY ROCKED!
The energy of the people there was intense and authentic from the very beginning. Every single one of the residents had this glow of excitement in their eyes. None of them looked exhausted or tired, but that must have been the adrenalin in finally bringing the babies to stage they were working upon for six weeks!
You can sit back and watch the whole summit here at the “live” stream or just click about some of the fotos I made for you. I’ll be blogging about my experiences later on more detailed….promise!
Am letzten Freitag war es wieder soweit CoreMedia veranstaltete einen OpenSpace auf dem Kampnagel hier in der Jarrestraße. Besonders aufregend war es für mich deswegen weil ich zusammen mit Willms und Fred Eric die Orga übernehmen durfte. An dieser Stelle also erst einmal ein herzliches Dankeschön an CoreMedia für das Vertrauen, dass drei nicht- CoreMedianer so feste mit anpacken durften. Und zwar bei einer Veranstaltung die einen zu unterschätzenden Wert für das Unternehmen hat da viele Kunden, Partner und natürlich Mitarbeiter dabei sind.
Was ist ein OpenSpace? Hier die Gründungslegende des Open Space, so wie sie Harrison Owen immer wieder überzeugend erzählt: Er habe ein Jahr lang einen Kongress für 200 Organisationsentwickler vorbereitet, der soweit auch befriedigend ablief. Ein Freund hätte dann zu ihm gesagt: „Weißt du Harrison, es war großartig, aber das Beste waren die Kaffeepausen“. Harrison hätte danach auf einer Terrasse am Meer gesessen und überlegt, wie man eine Konferenz gestalten könne, die nur noch aus Kaffeepausen besteht. Zwischen zwei Martinicocktails, sich an seine Erfahrungen als Zuschauer bei der Organisation eines Festes in einem afrikanischen Dorf erinnernd, hätte er dann die Open Space Technologie entdeckt. Diese „Coffee-break“ Metapher ist bis heute prägend für das Selbstverständnis von Open Space.
Schon die Vorbereitung zeigte den offenen und herzlichen Charakter der CoreMedianer, wir wurden zu einem Vorbereitungsmeeting eingeladen wo wir den Ablauf und die Ziele für den Open Space diskutierten und auch die Probleme der letzten Veranstaltungen mit aufgenommen wurden. Hier haben wir schon gut Energie aufgenommen unser Ziel hieß “den besten OpenSpace bisher” zu gestalten.
Ein paar der Ideen waren schonmal von vornherein spannend. Uta und Angela wollten sich künstlerisch mit einbringen und aus den Ergebnissen der Anfangssession (Zweier- Interviews) Kunstwerke schaffen auf Leinwänden. Auch schön fand ich das der Impuls den ich einbringen durfte Nachklang fand: eine Gruppe die sich mit dem Thema Aikido und Arbeitsalltag beschäftigte. Hier dachte ich an Frank Ostoff meinen Aikido Lehrer der sich als Berater in Coaching Sessions mit diesem Thema auseinandersetzt. Nicht zuvergessen natürlich der CoreMedia Hackingday der von Jan organisiert wurde und sich aber mit “friedlichen Hacking” und somit aktuellen softwaretechnologischen Themen beschäftigen sollte.
Am Tag des OpenSpace also, es fanden sich und gut 100 CoreMedianer, Gäste und Partner ein, wurde es dann spannend. Und besonders viel eine Installation auf die bei nähere Betrachtung ungewöhnliche aber irgendwo doch seltsam vertraute Geräusche machte:
Es war die Twitterwall! Mittels einer alten elektrischen Commodore Schreibmaschine die durch eine Ethernet- Schnittstelle und entsprechender Übersetzung der Daten aus dem Netz verbunden wurde, konnten die Tweets mit dem Hashtag #cos09 auf Endlospapier gedruckt werden. Das ganze wurde abgefilmt und per Beamer an die Wand geschmissen. Das Bild der tippenden Schreibmaschine vermittelte mir anfangs das Gefühl von einer saugeil entwickelten Twitterwall bis ich genauer hinschaute! Sehr coole Sache in jeden Fall! (Willms hat im Nachhinein gleich angefragt ob wir uns die Installation ausleihen dürfen für den IT Gipfel, Danke schonmal dafür!
Dann ging es in die Sessions und natürlich machte ich mich auf zu der Session von Frank. Es kamen 15 Leute zusammen sowohl interessierte Coremedianer als auch Gäste des OpenSpace. Die Session begann mit Franks Frage nach unserem Befinden und ging dann als Antwort schnell in die Diskussion von Sinn und Unsinn von Enterprise 2.0, quasi als Ablenkung. Nach und nach kam aber raus, dass jeder mindestens ein Leiden vorzuweisen hatte. Ob es nun der Rücken war oder die Schultern, die Knie oder ganz einfach Stress.
Frank versuchte an verschiedenen Übungen zu zeigen, was es bedeutet wenn man nicht ganz bei sich ist und der Streß einen dadurch aus dem Gleichgewicht bringt. In der ersten Übung ging es einfach darum mit dem Druck des Partners der frontal auf den Brustkorb gerichtet war umzugehen. Kippe ich nach hinten weil ich mich zusehr darauf konzentriere stehen zu bleiben? Lasse ich den Druck einfach absinken zu meinen Füßen und der Erde und bin so stabil?
In der folgenden Dikussion wurde klar, dass es ist von großem Vorteil wenn wir bei uns bleiben, in unserer Mitte sind und somit in unserer stärksten Position. Sich nicht beeinflussen lassen und aus der Ruhe bringen zu lassen und eine Art “Atemraum” zu kreieren ist wichtig. Wenn ich weiss was mich aus der Ruhe bringt und mich stresst – einfach wegatmen!
Hier ein schöne Beispiel, mit Anleitung zum nachmachen:
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Natürlich geht das nicht immer und wir diskutierten auch welche Vorraussetzungen von der Firmenführung geschaffen werden sollten um den Streßinput nicht unötig zu steigern. Allerdings ging es immmer wieder zurück zu jedem Einzelnen von uns. Wir haben es letztlich in der Hand – hart bleiben und den Stress in voller Härte spüren oder den Raum halten und somit die streßige Situation meistern!
Aber sehr schön war die Offenheit aller Teilnehmer und die Beteiligung an den Übungen. Hier hätte es auch Gegenwind geben können! Vielen Dank an Alex an dieser Stelle für die Erlaubnis der veröffentlichung des Videos!
Derweil gab es dann auch Mittagessen und viele der Sessions gingen in ein munteres Networken über und die Bilder nahmen Form an. Angela und ihr Team nahmen sogar einen alten Laptop auseinander und verarbeiteten einzelne Teile. Weitere Gruppen beschäftigten sich z.B. mit der Organisation der von SinnerSchrader gehosteten next10 Conference im nächsten Jahr. Mit dem Thema Digital Signature oder der Frage nach dem “geheimen Saft”, dem nächsten großen Ding was Content Publishing von und mit CoreMedia angeht.
Natürlich stellte sich auch Gerrit Kolb vor, der neue CEO von CoreMedia. Ich hatte auch die Möglichkeit mich bei einem Bier ein wenig mit ihm zu unterhalten und bin wirklich angetan. Er ist natürlich ein ganz anderer Typ von Mensch wie Sören, aber meine anfänglichen Bedenken das sich der Enterprise 2.0 Kurs auf dem CoreMedia seit einigen Jahren erfolgreich bewegt drehen könnte, haben sich zumindest im ersten Eindruck nicht bestätigt. Gerrit macht soweit ich mir ein solches Urteil erlauben kann einen sehr erfahrenen Eindruck. Es ist seine vierte Position als CEO eines Software Unternehmens und er strahlt eine angenehme Gelassenheit aber auch glasklare Präzision aus. Ich wünsche ihm und CoreMedia definitiv nur das allerbeste für die Zukunft!
Als Mitorganisator durfte ich dann den Schlußteil geben wo die Ergebnisse der einzelnen Gruppen präsentiert wurden. Ich nutzte also das Gesetz der zwei Beine und machte mich auf Suche nach den Initiatoren der einzelnen Gruppen um eine kurze Einstimmung auf den Schlußteil zu machen.
Das war schwerer als angenommen, viele Gruppen hatten sich aufgelöst und fröhnten lieber dem Networking als der Ergebniszusammenfasssung. Das ist halt der Spirit eines OpenSpaces!
Es kamen trotzdem einige gute Ergebnissessions zusammen und ein Kunstwerk wurde zum Schluss von jedem der wollte mit einem Fingerabdruck bedacht. Gerrit versprach den Kunstwerken einen besonderen Platz in der Chillout Lounge von CoreMedia zu geben!
Das werde ich selbstredend überprüfen! Aber bis dahin erst einmal vielen Dank für das Vertrauen und die Einladung ich bin gerne beim nächsten Mal wieder dabei!