Jormason

renewal – meaning – movement

Fotographienspielgrund von Olympus

April28

Was war das für ein Spaß. Nicht nur das ich mich so richtig gut fühlte eine Einladung zu einer Pre-Opening-Vernissage zu bekommen, you made my day liebe Annika, ich habe auch so richtig was mitgenommen. Ne Menge schöner Fotos nämlich und Lust auf mehr. Deshalb wollte ich unbedingt gestern mit meinen Mädels nochmal vorbeischauen auf dem Olympus Photography Playground in Berlin-Mitte.

Auf unfassbar vielen Quadratmetern und zig Stockwerken hat Olympus in den Opernwerkstätten 12 Künstler zusammengetrommelt die wirklich großartige Installationen, Erlebnisräume und natürlich großartige Foto-Motive geschaffen haben. So wandelt man zwischen zig hundert Korkbällchen die an Pappwände eines 20 Meterflures klopfen, sieht Schimmelwelten, taucht ein in futuristische Tron-Laser-Welten (without being derezzed), klettert in einem vier Stockwerke Netzkunstwerk herum und mein persönliches Highlight ist der Alice im Wunderland Raum in dem meine Tochter endlich mal größer ist als ihr Papa.

Eine schöne Erfahrung für mich als reiner Smartphone Hobby-Fotograf war natürlich ein so gutes Stück wie die OM-D mal in der Hand zu halten, die zu 600 Stück am Eingang gegen einen Pfand ausgeliehen werden können. Und jetzt natürlich ein Wort zu all der Werbung in diesem Posting, ich bin ehrlich begeistert wie das in Hamburg verwurzelte Unternehmen hier Event mit Kunst und Marketing verknüpft. Es gibt Workshops für Nachwuchsfotografen, man kann auch mal die robuste Kamera in ein ziemlich wackeliges Klettergerüst mitnehmen und die Linse einem Laserstrahl  aussetzen. So verliert man die Angst vor der Wissenschaft Fotografie und na klar hat das auch was mit Markenbindung zu tun. Aber eben mit Spaß und klugem Konzept, deshalb an dieser Stelle auch ein großes Lob an das gesammelte Team aus Künstlern, der UDK Berlin, den Eventagenturen und Olympus.

Mein Highlight zur Vernissage war ja das auch die Mädels in Cocktailkleidern ihre Stöckelschuhe ablegten um in das Klettergerüst zu steigen. :)
Spaß gemacht hat’s, probiert es doch selbst doch mal aus.

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<3 Facebook

November11

It was just a normal morning in my Facebook Timline, but then I came along this Vid by Maxime Luére posted by Wolfgang. I just loved it from the start! Not only because it’s well done, I really like the storyline that’s beeing told through reading statuspostings, comments and viewing the pictures – I like it because the intentional meaning of the video to my mind is a reflection of our life in digital media.

We have created just another layer of showing and talking about our lifes and this is through Facebook:

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dialog internet

November10

Heute habe ich von einem sehr inspirierendem Lunch mit Lisa Rosa zum ersten Mal von der Intitiative #dialoginternet unseres Familienministeriums  gehört. Im Grunde Frage ich mich warum ich heute erst davon hörte, muss wohl daran liegen das ich meinen Twitterkanal mal wieder aufräumen muss, Danke für den Reminder @infinsternis!

Die Aktion die von Kristina Schröder ins Leben gerufen wurde, soll in offener Weise die Chancen und Risiken des Umgangs der Jugend mit dem Netz diskutieren. Ziel ist die Findung einer zeitgemäßen Kinder- und Jugendpolitik, Leute schaut euch dialog-internet.de an, ich bin sehr angetan von dieser Aktion.

Nicht nur das die Aufmachung sehr angenehm ist, die Navigation und das Layout der Slider ist moderner als so mancher Blog (wie z.B. meiner hier). Die Seite ist aufgeräumt und leicht zu verstehen, die Anmeldung schnell gemacht und die Regeln sind einfach und sinnvoll. Wenn man sich in die Kommentare reinklickt und die Moderation sieht, ziehe ich meinen Hut. Es herrscht ein professioneller Ton mit schlichten, nicht zu stark beeinflussenden Hinweisen auf die Regeln. Am meisten freut mich das offene Konzept und die Themenwahl. Ich finde da sollte Netzdeutschland mitmachen und zwar mit ähnlicher Leidenschaft wie bei Nestlé, Jako, Chefticket und wenn Saschalobo nen neues Buch schreibt.

Ich werde Mitdiskutieren und einige weitergehende Gedanken hier niederschreiben!

Seid ihr dabei?

my most authentic self

August31

Als ich heute meine Twittertimeline um einem Ausweg bat, der Werbesendung für Sarrazins Buch bei Beckmann auf der ARD zu entkommen…

Würde jetzt gerne einen unfassbar guten TED talk hören! Jemand nen Tipp?
@Jormason
Jörn Hendrik Ast

…erhörte mich Jens Best (an dieser Stelle empfehle ich übrigens seine wunderbare Arbeit zum Thema Google Streetview Protest Protest)

@ Sir Ken Robinson ist ein Evergreen. Beide Talks von ihm. #TED
@jensbest
jensbest

Und ich kann mich nur von Herzen bedanken. Ich wählte die zweite Rede und war sofort von dem Charisma und der exzellent, angenehmen Rethorik von Sir Ken Robinson gefangen. Er knüpft mit dieser Rede an seine erste vor vier Jahren an, die den Titel “school kills creativity” trug. Robinson sieht im Grunde eine zweite weltweite Krise neben dem Klimawandel heranrollen, die aber nicht mit dem Außen zu tun hat, sondern mit dem Innen. Eine Krise des menschlichen Geistes also.

Ich möchte ein etwas längeres Zitat aus seine Rede herausnehmen, dass für mich sehr gut den Kern der Rede repräsentiert:

“I meet all kinds of people who don’t enjoy what they do. They simply go through their lives getting on with it. They get no great pleasure from what they do. They endure it, rather than enjoy it, and wait for the weekend. But I also meet people who love what they do and couldn’t imagine doing anything else. If you said to them, “Don’t do this anymore,” they’d wonder what you were talking about. Because it isn’t what they do, it’s who they are. They say, “But this is me, you know. It would be foolish for me to abandon this, because it speaks to my most authentic self.”

Was für eine wunderbare Beschreibung dessen was mich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres dahin gebracht hat meinen Job zu schmeißen. Ich wollte mich schnellstmöglich auf die Suche nach meinem authentischen Selbst machen. Ich wollte eine Arbeit ausüben in der ich aufgehe, meine Grenzen austeste und mich dabei ständig erweitere und meine Fähigkeiten voll zum Einsatz bringen kann!

Ob ich das jetzt tue, kann ich nicht sagen. Es fühlt sich schonmal gefühlte 140% besser an als vorher. Ich habe fast freie Arbeitszeiten, bin näher an meiner Familien dran, kann eigene Projektideen vorrantreiben, treffe fast jeden Mittag wunderbare und interessante Menschen. Aber ich kann nicht sagen ob ich schon angekommen bin. Warum nicht?

Diese Frage trieb mich zu diesem Blogpost, ich kann diese also hier nicht vollständig beantworten. Aber es gibt eine Passage in der Rede die mich nachdenklich machte:

“And I was up in San Francisco a while ago doing a book signing. There was this guy buying a book, he was in his 30s. And I said: “What do you do?”
- “I’m a fireman.”
And I said: “How long have you been a fireman?”
- “Always, I’ve always been a fireman.”
And I said, “Well, when did you decide?”
- “As a kid. Actually, it was a problem for me at school, because at school, everybody wanted to be a fireman. But I wanted to be a fireman. When I got to the senior year of school, my teachers didn’t take it seriously. This one teacher didn’t take it seriously. I was throwing my life away if that’s all I chose to do with it, that I should go to college, I should become a professional person, that I had great potential, and I was wasting my talent to do that. It was humiliating because he said it in front of the whole class, and I really felt dreadful. But it’s what I wanted, and as soon as I left school, I applied to the fire service and I was accepted. You know, I was thinking about that guy recently, just a few minutes ago when you were speaking, about this teacher, because six months ago, I saved his life. He was in a car wreck, and I pulled him out, gave him CPR, and I saved his wife’s life as well. I think he thinks better of me now.”

Mit welchem Recht nimmt sich da ein Lehrer raus über die Pläne eines kleinen Jungen derart destruktiv zu reden und dann auch noch vor der ganzen Klasse? Unfassbar! Natürlich berührt mich diese Geschichte deshalb, weil ich an einigen Stellen parallelen ziehen kann. Ich möchte das gar nicht zu sehr an der Außenwelt festmachen, letztlich ist der Junge ja auch Feuerwehrmann geworden und dieser fast makabere Wink der Fügung, dass er eben diesem Lehrer das Leben rettet, setzt ja quasi ein Ausrufezeichen hinter diese Entscheidung.

Es ist meiner Meinung nach vielmehr so, dass nicht alle Kindheitsträume so klar sind oder nicht alle Fähigkeiten so klar in eine Richtung gehen das man weiß wo man hinmuß, was einen glücklich macht. Bei einem Musiker ist es die Musik entweder gespielt, komponiert/ gemixxt/ produced oder gesungen. Ein Tänzer weiß das er zur Musik tanzen muss und ein Lehrer bringt Tänzern und Musikern bei wie man dahin kommt. Aber ich bin der geborene Berater für Personalmarketing 2.0 und Enterprise 2.0? Mmhhh…

Ihr wißt worauf ich hinaus will? In der Business Welt ist es wesentlich schwerer seine wirkliche Passion und Fähigkeit zu finden, denn alles ist ständig in Entwicklung. Ein Programmierer muss ständig schritt halten mit den neusten Frameworks, ein Verkäufer mit den neusten Kundenwünschen, ein Investment- Banker mit den Kursschwankungen. Unsere moderne Berufswelt, die Welt des dunkelgrauen Tweets und der Krawatten ist so komplex, dass wir uns an die Gegebenheiten anpassen müssen und nicht umgekehrt.

Kennt ihr Karrieren von Empfangsdamen die gute Verkäufer geworden sind? Habt ihr schonmal nen Programmierer ins Marketing wechseln sehen? Eher selten, denn man ist ja teil eines Systems, muss funktionieren. Ok das hört sich jetzt schwer marxistisch an, aber die Enterprise- Zwonuller unter euch und Social Media Evangelisten verstehen den Punkt, oder?

Ich wünsche mir, dass Firmen, Konzerne und Märkte um Menschen herum augebaut werden und nicht um Prozeße, Gesetzmäßigkeiten, Effizienz. Ich glaube das wenn eine der vielen Firmen in denen ich bisher gearbeitet habe ein echtes Talentmanagement und echte Mentoren gehabt hätte, dann wäre ich der Suche nach meinem authentischem Selbst schon ein ganzes Stück näher gekommen.

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Von der Evolution menschlicher Kommunikation

July31

Wenn mein Großvater ans Telefon geht, sagt er: “Hier meldet sich Heinz Ast!”
Wenn mein Vater ans Telefon geht, sagt er: “Hartmut Ast, hallo!”
Gehe ich ans Telefon, sage ich: “Ja na moin mein Bester, wie gehts dir!”

Wenn mein Großvater mir etwas schreibt, dann auf Papier in einem Brief, ausführlich und mit einem Bibel- Psalm.
Schreibt mir mein Vater, dann per Mail, mit Betreff und oft mit einem Link oder Anhang.
Wenn ich etwas schreibe, dann gerne per Direct Message, Facebooknachricht oder einer mit linkblau durchsetzen Email die auf Blogpostings, Dropboxlinks und Google Docs verweist.

Wir haben haben es alle zu Genüge in Blogpostings und Büchern gelesen, in unzähligen Tweets und Social Network anfragen und Nachrichten selbst erlebt – die Art wie wir kommunizieren, Kontakte machen und pflegen hat sich mit einer Geschwindigkeit verändert, dass sich drei Generationen gleichzeitig darüber wundern können. Historiker werden dies wahrscheinlich erst bemerken wenn die kommende vierte Generation sich überhaupt nicht mehr wundert, sondern sich in einer Welt der direkten Kommunikation und offenen Datenschnittstellen bewegt die für sie Alltag ist.

Die gesellschaftlichen Veränderungen der Vernetzung und Kommunikation sind eine Soheit. Es wird sich nichts daran ändern, Datenschützer, Politiker und Online- Skeptiker werden zwar noch ein wenig zetern, aber sie werden verstummen. Jugendlicher Leichtsinn im Umgang mit den Daten der Nutzer eines Services wie bei Mark Zuckerberg wird vergehen, man wird daraus lernen und die Kommunikations- und Kontaktmöglichkeiten weiterhin verbessern.

Warum ist es wichtig eine derartige Evolution heute zu verstehen? Weil es an einigen von uns heute ist, diese Veränderungen maßgeblich zu gestalten. Die Zeit in der wir heute leben war nie aufregender und nie voll von derartiger Möglichkeiten der Einflußnahme. Fragt eure Großeltern und Eltern ob es in ihrer Jugend möglich war für Menschen auf einer weit entfernten karibischen Insel in knapp drei Stunden humanitäre Hilfe zu leisten nach einem schrecklichen Erdbeben.

Es ist ebenfalls wichtig zu verstehen das wir alle die Wahl haben. Es gibt nur eins von zwei Fäßern die wir täglich füllen können, das Faß voller Angst oder das voller Liebe. Angst bedeutet die Verbindung verlieren, Stillstand und letztlich den Tod, Liebe bedeutet verbunden zu sein, voranzugehen, Leben.

Sich verbinden und verbunden zu sein ist eine menschliche Fähigkeit. Nicht nur durch die sehr begrenzte verbale Kommunikation, sondern durch interaktionale Synchronizität in der Körpersprache, sowie durch Spiegelneuronen. In Sekundenbruchteilen, nicht durch das Tagesbewußtsein wahrnehmbar, schaffen wir Synchronizität durch perfekt aufeinander abgestimmte Gesten wie das Hochziehen einer Augenbraue, ein Lachen, eine Handbewegung. Zwei Menschen die sich verstehen kommunizieren auf Ebene der Körpersprache synchron. Weiterführend ist die Empathie für die Gefühle eines anderen Menschen eine neurologische Tatsache. Spiegelneuronen lassen Menschen dieselben Emotionen teilen.

Diese Art der Verbundenheit sorgt dafür das sich sich Paare, Familien, Abschlußklassen, Glaubensbrüder und Schwestern und natürlich Unternehmen und Regierungen verstehen und somit Kultur und Gesellschaft entstehen kann. Das Internet ist nichts weiter als das digitale Abbild dieser Verbundenheit und ein perfekter Spiegel für unsere Spezies auf diesem Planeten. So wie sich Spiegelneuronen über die Jahrhunderte weiter vernetzt und entwickelt haben, werden online Dienste unsere weltweite Verbundenheit stärken. Jedem in diese Welt geborene Kind kann klar sein, dass es um mehr geht als um eine Nation, einen Glauben, die wirtschaftlichen Interessen eines Unternehmens oder die politische Interessen eine Landes. Es geht um einen Planeten und die gesamte Menschheit.

Durch diesen Erkenntnisprozeß ist ein Bewußtseinswandel möglich, der die menschliche Kommunikation und somit die getroffenen Entscheidungen in Politik, Wirtschaft, Religion und für das einzelne Leben eines jeden Menschen in weniger als drei Generationen grundlegend verändern kann. Also lasst es uns versuchen, die Chancen stehen gut!

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