Ach ich weiß auch nicht, irgendwie beschleicht mich das Gefühl ich muss hier weg. Schon länger habe ich so ein Ziehen, erst dachte ich es wäre Brasilien, wer mich kennt weiß warum. Seit ein paar Monaten ist es irgendwie New York und als ich in Paris war vor Kurzem, ich hätte noch etwas dableiben können…
Heute las ich den Artikel von Tom auf seinem Blog Netzundbüro, er verläßt die Stadt, geht nach München. Naja, München war nicht unter meinen Wunschstädten, irgendwie kommt Deutschland gar nicht drin vor. Ich meine ich mag Hamburg, aber verdammt nochmal irgendwas stört mich. Ich habe es zum Teil in diesem Blogpost vom März schon niedergeschrieben und das aktuelle Bild von meinem Wohnungseingang das ich heute auf Google Streetview sah bestärkt mich irgendwie in diesem Gefühl.
Ich scheine nicht 100% kompatibel mit weiten Teilen dieser Gesellschaft zu sein. Ja ich habe auch die Frage gestellt, die Privatsphäre neu zu diskutieren und ich kann auch den Wunsch einiger Menschen zumindest nachvollziehen ihre Identität bestmöglich zu schützen, aber warum wird dann immer mit so einem unfassbar tumben, grobschlächtigen Ton draufgehauen? Das Lesen des Artikels von Christoph Kappes mit dem passenden Titel “Glücklich im Kopfgefängnis” vom 17. auf Carta verstärkte das Gefühl nur noch. Als ich dann eben the Social Network zum ersten Mal voll gesehen habe griff ich zum MacBook und schreibe nun noch einmal laut das aus, was ich mir im März nicht erlauben konnte:
Manchmal beschleicht mich dieses auf seltsame Art unheimlich effektive Gefühl von Einengung und Beschneidung das nach Amtspapier und Paragraphen riecht, gleichwohl einem mahnenden Finger eines Oberlehrers der auf Tugenden und Demut pocht.
Ich lade euch hier in meine Gefühlswelt und meine inneren Hirnwindungen ein, da müßt ihr durch – das hat wenig mit Logik zu tun. Ich mag mein Land, ich würde sogar sagen ich bin stolz aus diesem Land zu kommen und das meine Tochter zur Hälfte Deutsche ist, ich treffe unglaublich inspirierende Leute und habe fantastische Gespräche in den letzten Wochen gehabt. Aber irgendwie reicht es nicht, es fühlt sich an als ob man mit gezogener Handbremse fährt. Leute was ist hier los? Warum sehe ich in diesem Land keine wirklich kreativen Entrepreneure und Startups die von deutschen Investoren finanziert werden? Warum muss einem sogar der beste Freund bei Gründungsplänen erstmal das Gefühl geben das man von ner Standpauke des oben beschriebenen Oberlehrers kommt?
Aber so schnell werdet ihr mich nicht los, ich werde kämpfen, die Zähne zusammenbeißen und ich werde erfolgreich sein. Ich möchte mit jeder Sekunde die ich Zeit habe andere Menschen inspirieren und gegen den Geruch von Amtspapier weglüften!
It was just a normal morning in my Facebook Timline, but then I came along this Vid by Maxime Luére posted by Wolfgang. I just loved it from the start! Not only because it’s well done, I really like the storyline that’s beeing told through reading statuspostings, comments and viewing the pictures – I like it because the intentional meaning of the video to my mind is a reflection of our life in digital media.
We have created just another layer of showing and talking about our lifes and this is through Facebook:
Heute habe ich von einem sehr inspirierendem Lunch mit Lisa Rosa zum ersten Mal von der Intitiative #dialoginternet unseres Familienministeriums gehört. Im Grunde Frage ich mich warum ich heute erst davon hörte, muss wohl daran liegen das ich meinen Twitterkanal mal wieder aufräumen muss, Danke für den Reminder @infinsternis!
Die Aktion die von Kristina Schröder ins Leben gerufen wurde, soll in offener Weise die Chancen und Risiken des Umgangs der Jugend mit dem Netz diskutieren. Ziel ist die Findung einer zeitgemäßen Kinder- und Jugendpolitik, Leute schaut euch dialog-internet.de an, ich bin sehr angetan von dieser Aktion.
Nicht nur das die Aufmachung sehr angenehm ist, die Navigation und das Layout der Slider ist moderner als so mancher Blog (wie z.B. meiner hier). Die Seite ist aufgeräumt und leicht zu verstehen, die Anmeldung schnell gemacht und die Regeln sind einfach und sinnvoll. Wenn man sich in die Kommentare reinklickt und die Moderation sieht, ziehe ich meinen Hut. Es herrscht ein professioneller Ton mit schlichten, nicht zu stark beeinflussenden Hinweisen auf die Regeln. Am meisten freut mich das offene Konzept und die Themenwahl. Ich finde da sollte Netzdeutschland mitmachen und zwar mit ähnlicher Leidenschaft wie bei Nestlé, Jako, Chefticket und wenn Saschalobo nen neues Buch schreibt.
Ich werde Mitdiskutieren und einige weitergehende Gedanken hier niederschreiben!
Inspiriert von Shyamalans Meisterwerk “the village” das ich gerade auf Prosieben noch einmal schaute, schreibe ich endlich mal wieder etwas auf meiner ganz persönlichen Blogheimat. Die ersten Gedanken die mir kamen nachdem ich Shyamalans gefühlvoller und bildergewaltiger Vision folgte die von Gesellschaftsflucht, bemerkenswerter Konsequenz und archetypischer Hoffnung auf das Gute im Menschen erzählt, hielt ich in diesem Tweet fest:
Ein Meisterwerk das @prosieben völlig unverstanden zu Halloween sendet. Der Durchschnittszuschauer kratzt sich den Kopf und öffnet nen Bier!
Da haben sich die Redakteure mal einen richtigen Schocker zu bester Sendezeit an Halloween aussuchen wollen und sie hätten wohl besser “Signs” senden sollen. Denn “the village” ist kein Halloween Schocker den man vor einem Scream Award sendet. Die Geschichte des Universitätsprofessors Edward Walker der mit einigen entschlossenen Menschen eine Parallelgesellschaft fernab der Zivilsation gründet um noch einmal neu anzufangen, erzählt von anderen Dingen. Es ist die Hoffnung darauf das ein Wandel möglich ist, dass man mit einem klaren Kodex und Werten die durch das Schaffen eines Feindes “der Unaussprechlichen” quasi beschützt wird, in Frieden leben kann.
Was mir aber am besten gefällt ist die Feinfühligkeit mit der Shyamalan vorgeht. Kein Zeigefinger der die böse zivilisierte Gesellschaft verteufelt, die Konsequenzen und Folgen des Handelns der Älteren und Dorfgründer sprechen für sich selbst. Die wunderbare Ivy, von Geburt an blind, bahnt sich verbotenerweise den Weg in die nächste Stadt um ihren schwerverletzten Geliebten mit Medikamenten zu retten. Auf ihrem Weg trifft sie auf einen Ranger der ihr hilft und sie kann ihre Mission vollenden. In der letzten Einstellung wird die Entscheidung der Dorfgründer hinterfragt sich hinter einem Vorhang aus Lügen und Geschichten zu verstecken. Edward Walker läßt allen die Wahl das Spiel zu beenden, keiner spricht sich dagegen aus.
Ich lese darin eine sehr weise Botschaft: der Versuch bestehende gesellschaftliche Mißstände durch radikale Ansätze zu verändern, fördert selbige wieder zu Tage. Eine derbe Ironie für alle durchlittenen Anstrengungen, die dennoch Hoffnung beinhaltet. Das Weglaufen vor Problemen indem man versucht etwas entgegenzuhalten, ist nicht der Weg zu langfristiger Verbesserung. Wie der Weg genau aussieht vermag ich natürlich nicht zu beantworten, aber ich glaube es ist das Festhalten an den Werten die eine Gemeinschaft zusammenhalten und das unermüdliche Nachsinnen über Lösungen die an den Wurzeln der Probleme ansetzen. Der Weg selbst ist das Ziel, zum einen werden gangbare Lösungen gefunden werden und zum anderen sind Menschen die sich diesem Weg verschreiben selbst leuchtende Beispiele die inspirieren und andere mitnehmen. Der letzte Part zu größerer Veränderung liegt in dem tipping point der verschiedenen Gesetzmäßigkeiten folgt.
Ich glaube fest daran das auch einige wenige Menschen die Tropfen in dem Faß sein können das beim Überlaufen alle um sie herum mitreißt. Malcolm Gladwell hat es in seinem Buch brilliant beschrieben. Es sind Verkäuferpersönlichkeiten, Connectoren und Mavens die andere mitreißen können und einen Umschwung herbeiführen. Doch das dazu auch eine ganze Portion Mut gehört und ein langer Atem, dass zeigen viele Beispiele und für die Menschen in Shyamalans Film, hat diese Veränderung im Kleinen bestand.
An welchen neuralgischen Stellen man ansetzen kann um notwendige Veränderungen anzustoßen, dass ist nun wirklich nicht schwer zu erkennen. Die Frage ist nur wer und wann?
My favorite youtube video for today is this emotional one called “homeless man under pressure”. It shows an obviously homeless man performing the wonderful song “under pressure” by Queen featuring David Bowie with two Kermit the frog puppets. The sign next to him says:
family in need with 2 kids. homeless and out of work. anything helps. thank you!
I already wrote about the inspiring movie “the soloist” here about a homeless musician on the streets of L.A. It was real touching and brought to me a glimpse of the torment and suffering of homeless people in our cities. The details in this video are leading to a real great site were you can learn about helping the homeless for free. The author Kylyssa collected some great ideas such as helping homeless people fill out job applications and resumes or donate labor at homeless charities or to join programs to teach homeless people how to read and write.
I think this is an great approach in giving and sharing and I will definitely search projects here in Hamburg and also in Brazil where huge parts of my heart a closely linked to the suffering of the people on the streets of the favelas. I think we all should spend some of our time for projects like these since we’re too quick in walking by the signs of homeless people in our streets.
Under pressure – that burns a building down
Splits a family in two
Puts people on streets
It’s the terror of knowing
What this world is about
Watching some good friends
Screaming let me out